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Was ist BioOffice
BioOffice ist eine speziell für die
Erfassung biologischer Verbreitungsdaten entwickelte Softwarelösung. Das
umfangreiche Datenmodell auf das BioOffice aufbaut, ermöglicht es sowohl
räumliche Informationen als auch Sachinformationen zu integrieren. BioOffice ist
Geographisches Informationssystem (GIS) und Datenbank in einem Produkt. Durch
die Abbildung raumbezogener biologischer Daten in Karten werden diese nicht nur
digital erfasst, sondern auch in einen neuen Kontext gestellt, komplexe
räumliche Abfrage- und Berichtsmöglichkeiten werden geschaffen.
Datenbank und GIS
Im Gegensatz zu anderen Biologischen Erfassungs- und
Inventarisierungsprogrammen kombiniert BioOffice eine umfassende Datenbank zur
sachlich-inhaltlichen Dokumentation von Objekteigenschaften mit einem
integrierten GIS-Modul zur Erfassung, Darstellung und Auswertung des räumlichen
Bezugs dieser Objekte. BioOffice ist daher ein hervorragendes Hilfsmittel für
die Verwaltung biologischer Sammlungen, von der Inventarisierung bis hin zur
Abwicklung des Leihverkehrs. Darüber hinaus ist es aber auch ein einzigartiges
Werkzeug zur Darstellung, Auswertung und Nutzbarmachung von raumbezogenen,
biologischen Daten, z.B. für den Einsatz im Rahmen von Floren- und
Faunenkartierungen. Zu den Anwendern von BioOffice zählen Museen, Universitäten,
Behörden, technische Büros und Non-Profit-Organisationen aus dem gesamten
deutschsprachigen Raum und seit Release der englischen Version vermehrt auch
internationale Projekte.
Der Funktionsumfang von BioOffice
Datenbank Funktionen
BioOffice baut auf einem umfassenden relationalen Datenmodell auf. Die zentralen
Einheiten dieses Datenmodells sind: Taxa, Objekte, Fundorte und Sammlungen.
Darüber hinaus können in Bio-Office Informationen zu Projekten,
Literaturzitaten, Exkursionen und Kontaktpersonen erfasst und verwaltet werden.
In der Lookup-Verwaltung werden alle Nachschlagewerte zentral dokumentiert und
verwalten.
Ergonomische Benutzeroberfläche
Obwohl BioOffice die umfangreiche Funktionalität einer SQL Datenbank mit den
Möglichkeiten eines Geographisch Informationssystems verbindet sind keine
speziellen SQL oder GIS-Kenntnisse erforderlich um mit BioOffice zu arbeiten.
Ein ansprechendes, ergonomisches User-Interface, und die Unterstützung durch
zahlreiche Dialogassistenten ermöglichen die einfache und rasche Datenerfassung
und Abfrage. Fundorte können am Bildschirm mit der Maus verortet, Attribute
gleichzeitig aus geographischen Datenschichten per Voreinstellung ohne weiteren
Aufwand übernommen werden. Verbreitungskarten werden per Mausklick generiert.
Komplexe Abfragen können auf einfache Art und Weise erstellt werden.
Konfigurierbare Formulare
- BioOffice Formulare können exakt an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.
- Wählen sie aus der Vielzahl der vorhandenen Datenfelder jene aus, die für
Ihre Daten relevant sind.
- Vergeben sie eigenen Bezeichnungen für die angezeigten Feldnamen
- Erstellen Sie für jeden Datenbestand ein eigens angepasstes Formular.
- Speichern Sie Formular-Konfigurationen und geben Sie an andere BioOffice
Anwender weiter.
Spezialfunktionen zu Taxonomie und Systematik
- Taxonomie und Systematik: Erfassen sie Informationen von der Unterart
bis zum Reich.
- Taxa-Kataloge: Die Arbeit mit umfangreichen Artlisten kann sehr
umständlich sein. BioOffice ermöglich es Ihnen deshalb Taxa in Form von
Katalogen zusammenzufassen. In solchen Katalogen können beliebige Taxa
(unabhängig von biologischen Systematiken) zusammengefasst werden. Für
Kartierungsprojekte können so z.B. Listen der relevanten (in einem Gebiet
erwarteten) Arten zusammengefasst werden. Die Verwendung derartiger Kataloge
hilft mit die Dateneingabe zu vereinfachten und zu beschleunigen.
- Synonymverwaltung: Für jedes Taxon können beliebig viele Synonyme
erfasst werden. So können Sie Informationen über synonyme Bezeichnungen eines
Taxons zentral verwalten. Bei Abfragen werden synonyme Taxonnamen automatisch
berücksichtigt.
- Ökologische Angaben zu jeder Art: Erfassen Sie grundlegende
Informationen über ökologische Ansprüche und Beziehungen, sowie über die Verbreitung der erfassten Taxa.
- Rote Listen: Verwaltung Sie Gefährdungsgrade der einzelnen Arten in Form
von gebiets- oder projektbezogenen Katalogen mit den jeweils erforderlichen
Codierungen und den dazu passenden Beschreibungen sowie Gefährdungsursachen.
- Frei definierbare Kataloge für weitere Attribute und Eigenschaften der Taxa, z.B. Lebensräume, Bodentypen usw.
- Multimedia Dateien: Für jedes Taxon können Fotos, Soundtracks, Videos
oder auch Textdokumente verlinkt werden. So können Sie an einer zentralen Stelle
alle relevanten Informationen zu einer Art erfassen.
- Verbreitungskarten und Objektlisten auf Mausklick: Ausgehend vom Taxon-Explorer können Sie über ein mit der rechten Maustaste abrufbares Kontextmenü Verbreitungskarten und/oder Objektlisten für jedes Taxon abrufen.
Spezialfunktionen zur Fundort Verwaltung
- Erfassung von Fundortskoordinaten als Punkt-, Linien- oder
Flächen-Objekte.
- Verortung: Eingabe von Fundortskoordinaten über die Tastatur oder über
Verortung auf der Karte.
- Verwaltung der Fundorte in Katalogen: Zur übersichtlichen Verwaltung der
Fundorte kann jeder Fundort einem Katalog zugeordnet werden.
- Kombination von räumlichen und inhaltlichen Kriterien bei der
Fundortssuche: Einfache Auswahl von Fundorten über Formularfilter in Kombination
mit räumlichen Einschränkungen über die Karte.
- Einfacher Export von Fundorten in das ESRI-Shapefile-Format mit der
Möglichkeit zur das räumliche Bezugssystem beliebig zu wählen.
- Einfache Anzeige aller Objektdatensätze zu einem Fundort über das
Kontextmenü ausgehend von Fundortlisten oder Karten.
Objektdaten verwalten
- Verwalten sie zentral Informationen über Belege, Beobachtungen,
Präparate, Sammlungs-vorgang, Aufbewahrung und einer Vielzahl von weiteren
Attributen.
- Multimedia Dateien: Zu jedem Objekt können Fotos, Soundtracks, Videos
oder auch Textdokumente verlinkt werden. So können Sie an einer zentralen Stelle
alle relevanten Informationen zu einem Objekt erfassen.
- Inventarnummern in verschiedenen Formaten (können automatisch auf ihre
Konsistenz überprüft werden, bzw. die nächste verfügbare Nummer abgerufen
werden.
GIS-Modul
- Standard-GIS-Funktionalität (Zoom, Pan, Speichern von Projekten und
Objektbeschriftung).
- Laden und Anzeigen von beliebig vielen Karten-Schichten in einer
Vielzahl von Formaten: Vektorformate: ArcView-Shapefile, ArcInfo-Coverage, DXF,
Dwg, Dgn, MIF; Raster-formate: Tiff, ArcInfo-Grid, Gif, Jpeg, ...
- Graphische Auswahl von Interessensgebieten für räumliche Abfragen und
Analysen.
- On-the-Fly-Projektion von Fundorten in das räumliche Bezugssystem der
aktuell sichtbaren Layer.
- Die räumlichen Bezugssysteme werden laufend ergänzt und können auch auf
Anfrage integriert werden. Durch die Verwendung der ESRI-Projection-Engine
steht eine Vielzahl von weltweit verwendeten kartographischen Projektionen und
räumlichen Bezugssystemen zur Verfügung.
- Erstellung von Verbreitungs-, Punktraster-, Frequenzrasterkarten per
Mausklick. Erstellen sie Verbreitungskarten für Arten, taxonomische Einheiten
oder frei definierbare Abfrageergebnisse auf Mausklick.
- Export von Abfrageergebnissen in das ESRI Shapefile Format.
- Übernahme von Information aus geographischen Schichten in
Datenbankattribute (z.B. kann aus einer geologischen Karte für jeden Fundort die
geologische Einheit ermittelt und in ein Datenbankfeld übertragen werden).
- "Point-in-Polygon"-Funktionen zur Erstellung von Punkt- und
Frequenz-Rasterkarten sowie Berechnung der Anzahl von Objekten, Taxa, Gattungen
usw. in Polygonen eines Layers.
- Übernahme von Fundorten aus dem ESRI Shapefile Format.
- Datenübernahme aus GPS- Geräten.
Abfrage-Manager
- Abfrage nach beliebigen Attributkombinationen.
- Kombination von Sachattributen mit räumlichen Abfragekriterien über das GIS-Modul.
- Verschiedene Möglichkeiten der Weiterverarbeitung von Abfrageergebnissen
in Form von Detailformularen, Berichten, Export-Dateien.
- Automatische Berücksichtigung synonymer Taxa im Abfrageergebnis.
Datenaustausch
- Einfacher Datenaustausch über ein eigenes BioOffice-Austauschformat.
Über das Biooffice-Austauschformat funktioniert der Datenaustausch zwischen
BioOffice Anwendern ohne weitere Kenntnisse des Datenmodells einfach auf
Mausklick. Durch die Identifikation der einzelnen Datensätze über GUIDs werden
Redundanzen verhindert.
- Import bestehender Daten mit Hilfe eines benutzerfreundlichen Import-Wizards.
- Abspeichern einmal festgelegter Importzuweisungen für die mehrmalige
Verwendung.
- Export von Daten: Daten können an verschiedenen Stellen im Programm
exportiert werden. Exportformate: ESRI-Shapefile-Format, MS-Access,
BioOffice-Austauschformat.
- Einfacher Datenaustausch zwischen Programmen über die Windows
Zwischenablage.
- Identifikation von Datensätzen über GUIDS In BioOffice werden Datensätze
auf allen inhaltlichen Ebenen durch GUIDs (Globaly Unique Identifier)
gekennzeichnet. Dadurch ist der Datenaustausch (Export und Re-Import) möglich
ohne Redundanzen zu schaffen. Bearbeiter können unabhängig vom physischen
Zugriff auf eine gemeinsame Datenquelle gemeinsam am Aufbau umfangreicher
Datenbestände arbeiten. Vordefinierte Schnittstellen für den Datenimport/-export
erleichtern die Zusammenarbeit auch über Netzwerggrenzen hinweg. Die
Zusammenführung verschiedener Datenbestände für großflächige Auswertungen ist
ohne weiteres möglich.
BioOffice Daten zugänglich machen über das World Wide Web.
BioOffice Daten können auch über Webbrowser zugänglich gemacht werden. Für die
Abfrage und Darstellung von BioOffice-Daten über Browseroberflächen wurde eine
eigene Webextension erstellt.




Stefan Steinhaus, webmaster@steinhaus-net.de